Vom Azubi zum Profidozent - einen Monat Personalabteilung

13.06.2019
Kategorien: Azubi-Blog, Ausbildung, Humor
Autor: Jana Bidell Avatar für Jana Bidell

Ich und unser Ausbildungsreferent Andreas Lechleiter

Hattest du schon ein Bewerbungsgespräch? Weißt du noch, wie aufgeregt du bei dem Ersten warst? Wir von der Sparkasse Allgäu nehmen den Schülern die Angst vor Bewerbungsgesprächen. Mit Rat und Tat stehen wir ihnen zur Seite.

Hallo miteinander,

wie ihr mittlerweile (u. a. von Leonies Artikel: Mein Einsatz im Medialen Vertrieb und Alinas Artikel: Firmenkundenabteilung, wat isn dat?) wisst, schnuppern wir Azubis der Sparkasse Allgäu im 2. Lehrjahr in die verschiedensten Abteilungen unseres Lehrbetriebs. Ich war den ganzen Februar in der Personalabteilung. Ich stand unserem Ausbildungsreferenten Andreas Lechleiter und seinen Kollegen den ganzen Monat mit vollster Unterstützung zur Seite.

Meine Hauptaufgabe in dem Monat hieß: Bewerbertraining. Wir waren an verschiedenen Schulen und haben folgende Fragen mit den Schülern geklärt: Was gehört zu einer vollständigen Bewerbung? Wie ist die perfekte Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch? Wie überzeugt man die Personalchefs am besten von sich selbst?

Doch wie das Bewerbertraining hinter den Kulissen ausschaut und wie ich mich bei der Vorbereitung geschlagen habe, lest ihr jetzt.

Vorbereitung für die Vorträge im Büro
Meine Vorbereitung für die Vorträge sah ungefähr so aus.
Die Realität meines Schreibtisches sah ungefähr so aus.
Just kidding. So wie der Schreibtisch hier sah meiner auch in etwa aus.

Von einem „Nice, heute bis 8:00 Uhr ausschlafen“ und einem „Mist, ich muss morgen um 5:15 Uhr aufstehen…“ war in meinem Personal-Monat alles dabei. Auch ein ironisches „Kannst du überhaupt schon bis 30 zählen.“ durfte ich mir von unserem Ausbildungsreferenten Herrn Lechleiter anhören. Jaja, die lieben Kollegen, man kennt´s. 30 Heftchen abzählen, ist und bleibt eine Herausforderung für mich. ;-) Mit sechs Bewerbertrainings in elf Tagen wurde es mir definitiv nicht langweilig.

Step by step

Tage, Nächte, ja sogar Kaffeepausen habe ich für die endlos scheinende Vorbereitung hergenommen. Okay, okay, you got me. It´s a prank. Unwitzig wie immer. Es waren vielleicht doch nur zwei Vormittage. Aber he, Vorbereitung ist Vorbereitung.
Dazu gehörten:

1. Flipcharts herrichten

 Keine große Herausforderung… eigentlich. Wenn sich die Flipcharts allerdings frech verstecken, ist das Ganze komplizierter. Aber wer suchet, der findet. Und zwar im sogenannten „Weidlehaus“. Im großen Veranstaltungsraum des Immobilien-, Baufinanzierungs- und Versicherungszentrums neben der Sparkassen Hauptstelle. Logisch, oder?

2. Stick mit der richtigen (!) PowerPoint bespielen lassen

Diese Aufgabe ist die Wichtigste von allen. Ich musste die Präsentationen individuell auf die jeweiligen Schulen abstimmen. Je nachdem, wie viel Zeit wir für die Vorträge hatten, musste ich die PowerPoint verlängern oder kürzen. Den Stick habe ich im Anschluss von der Organisation (eine andere Abteilung bei uns) bespielen lassen.

3. Den Ordner füllen

Wenn man den Ordner öffnet, passiert etwas, wie in einem mega Blogbuster. Er wird hell erleuchtet, es schallt die krasseste Melodie, die ihr je gehört habt. Und alles um den Ordner herum geschieht in
Zeitlupe.
Naja, also fast. Der Ordner ist im Prinzip der „Plan B“, falls der verpeilte Azubi hust*meine Wenigkeit*hust den USB-Stick vergisst. Also hieß es für mich, ich musste die richtige Präsentation und die passenden Aufgaben drucken. Und alles zusammen, inklusive dem USB-Stick in den Ordner packen. Simpel, oder?

4. Geschenke

Bei der Aufgabe ging es für mich in den Keller. Damit ich auf dem Weg dortin nicht gleich alles vergesse, hatte mir dafür eine "Kellerpackliste“ geschrieben.

Laufend_auf_der_Suche_nach_Flipcharts
Ich auf meinem weiten, gefährlichen Weg, auf der Suche nach Flipcharts.
Kabelsalat beim Server
So ungefähr sieht es in der "Organisation" aus. Die Computerspezialisten bei uns kennen sich da allerdings besser aus als ich.
Buch_mit_Licht
Damit ihr wisst was ich meine, wie im Blogbuster halt. ;-)
Die_Kellerpackliste
Damit ich nichts vergesse, hab ich mir gleich eine ganze Liste geschrieben. Und siehe da, ich hab auch nichts vergessen.

Und wenn man die Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen hat, geht es auf die große Reise. Mein kleiner Flitzer hatte nach dem Monat etwa 250 Kilometer mehr auf dem Tacho. Es ging quer durch das Allgäu. Von Obergünzburg über Marktoberdorf bis nach Sonthofen.

Funfact: Die Fahrt entspricht einer Zeit von etwa 5,5 Stunden. Bei elf Tagen macht das 6 % meiner Zeit in der Personalabteilung aus.

Das war ein kleiner Ausschnitt aus meinem Einsatz in der Personalabteilung. Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, wie es mir in den elf Tagen erging.
Erzählt mir von euren Bewerbungsgesprächen. Hattet ihr zuvor auch ein Training von der Schule aus, oder hättet ihr euch eines gewünscht?

Nun heißt es für mich weiterarbeiten, denn ich bin diesem Monat in der Marketingabteilung gelandet. Wie es dort für einen Azubi ist, könnt ihr in Steffis Artikel: Backstage im Marketing lesen.

Und damit sage ich ciao!
Eure Allround-Bloggerin Jana

 

 

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