CHINA - Ein etwas anderer Reiseführer

19.09.2019
Kategorien: Azubi-Blog, Lifestyle, Reisen
Autor: Lukas Haggenmüller Avatar für Lukas Haggenmüller

Wolltest du schon immer mal in eine fremde Kultur eintauchen? Macht es dir Spaß neue Sachen zu sehen und jeden Tag aufs neue verblüfft zu werden? Oder drängelst du dich einfach gerne durch große Menschenmengen? Wenn du auf eine dieser Fragen mit Ja geantwortet hast, dann ist China vielleicht genau das richtige Reiseziel für dich! 

Hallo liebe Leserschaft,

heute berichte ich über meine Reise in das Reich der Mitte. Ich durfte einige Tage in diesem Riesenland verbringen und werde versuchen euch dieses spannende Land etwas näher zu bringen. Wenn es um klassische Urlaubsziele geht wird zu 99% nicht China genannt. Als Ziel in einer Weltreise stehen eher andere asiatische Länder hoch im Kurs. Warum also gerade das populationsstärkste Land der Welt? Ganz einfach: Weil es wahnsinnig interessant ist!

Ich hatte das Vergnügen vier verschiedene Städte zu besichtigen. Mein Vater hat öfter geschäftlich mit China zu tun, daher kam die Idee schon länger auf, dass wir gemeinsam als Familie eine Reise dorthin unternehmen möchten. Durch Kollegen meines Papas wurden uns dann Tourguides vermittelt, die uns auf unserer Reise begleitet haben. Teilweise waren die Städte sehr unterschiedlich, allerdings gab es Gemeinsamkeiten, die höchstwahrscheinlich allgemeine Gültigkeit in ganz China haben.

Einmal wie ein Promi fühlen

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Hauptattraktion

Das Erste, was jedem Europäer auffallen dürfte, sind die unzähligen Blicke der Einheimischen, die teilweise noch nie einen Ausländer zu Gesicht bekommen haben. Selbst in den großen Städten wie Peking, kommen viele Leute auf einen zu und fragen nach einem Foto, manchmal fotografieren sie sogar ungefragt. So kann es schon mal vorkommen, dass man ganz gemütlich durch die Straßen bummelt, sich plötzlich jemand neben einem stellt und einfach ein Selfie macht, doch bevor man irgendwelche Einwände dagegen äußern könnte, sind sie schon mit einem Lächeln verschwunden. Gewöhnungsbedürftig, dadurch entstehen aber lustige Situationen. Bei der Besichtigung der verbotenen Stadt wollte eine ganze Schulklasse ein Bild mit uns machen und die ganzen Eltern fingen an zu fotografieren. Wer möchte sich denn nicht mal wie ein Promi fühlen? 

Handy und aktives Anstehen

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Menschenmasse

Zudem solltet ihr immer euer Handy parat haben. Wer jetzt ans fotografieren denkt, der liegt falsch. Viele Chinesen können kein Wort Englisch, das kann bei Bestellungen in Restaurants oder Bars leicht zu Irritationen führen. Der Großteil der Kommunikation findet daher mit Händen und Füßen, oder etwas neumodischer mit dem Google Übersetzer statt. Ich bekam einmal in einem Restaurant Maiskörner die mit Käse überbacken waren und oben drauf gab es noch Zuckerstreusel. Es schmeckt wirklich wie es sich anhört – hätte ich doch bloß noch Handyakku gehabt…

 Aktives Anstehen hat bestimmt schon jeder einmal gehört, so wie wir es in Deutschland kennen, ist es jedoch meilenweit davon entfernt wie es in China zugeht. Man fühlt sich die meiste Zeit so als würde man zur größten Stoßzeit auf dem Oktoberfest sein. Die Lösung hier heißt tatsächlich durchdrängeln. Ein Tourguide brachte uns sogar das richtige Drängeln bei. Solange man dabei lächelt darf man so viel schieben und drücken wie man will. Also Ellenbogen ausfahren und Los (auch hier gilt natürlich nicht übertreiben)!

Wie war das Essen?

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Peking-Ente

Das war die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage nach meinem Urlaub. Mich hat das vor der Reise sehr beschäftigt. Die Antwort ist tatsächlich sehr einfach: Ausgezeichnet. In den meisten Restaurants gibt es eine riesige Auswahl von verschiedenen Sachen, die alle fast ausnahmslos gut schmecken. Sehr kräftig gewürzt, jedoch fast immer auf den Punkt genau richtig. Jeder kommt dabei auf seine Kosten. Egal ob Fleischliebhaber, Vegetarier, Veganer, Scharfesser oder nicht, alle finden etwas was ihnen schmeckt. Hier bestätigen Ausnahmen wie immer die Regel: Zweimal bekam ich etwas Komisches aufgetischt. Die Gefahr besteht freilich überall!

 So jetzt reicht es mit den allgemeinen Informationen. Jetzt gibt es für die, die soweit gelesen haben noch ein paar Bilder und Auskünfte zu den jeweiligen Städten in denen ich war.

Hangzhou

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Das grüne Gold

„Wir sind noch eine gemütliche Kleinstadt.“ Mit diesen Worten wurden wir hier von unserem Tourguide Jerry begrüßt. Dass Hangzhou fast so viele Einwohner hat wie ganz Bayern sprengt dann doch unsere Vorstellung von einer Kleinstadt. Tatsächlich besitzt dieser Ort einen solchen Flair. Sehr viele Grünflächen mitten in der Stadt und ein gemütlicher See namens Westlake im Zentrum. Hier lohnt es sich vor allem die Teeberge zu besichtigen, denn die Stadt ist innerhalb Chinas als Teehauptstadt bekannt. Und die Chinesen lieben Tee, daher wird man hier vor allem einheimische Touristen antreffen, die auf diese Berge pilgern. Nach dieser Besichtigung sieht man sich am besten die Gesangsshow auf dem Westlake an. Diese Show wurde extra für den G20-Gipfel 2016 ins Leben gerufen und wird von einer beeindruckenden Lichtershow untermalt. Für die etwas Älteren unter euch ist der Abend an der Stelle noch nicht beendet, denn Hangzhou unterhält eine sehr aufregende Partymeile. Meine persönliche Empfehlung hier ist der Queens Club, dort kann man sehr schöne Stunden verbringen und den Tag angemessen ausklingen lassen.

Allerdings bleibt hier noch zu erwähnen, dass man diese Stadt eher nicht im Sommer auf seiner Agenda haben sollte, denn 40 Grad und über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit bringen euch gehörig ins Schwitzen!

 

 

Peking (Beijing)

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Die Große Mauer

Die Hauptstadt hat sehr viel zu bieten, daher ist es hier schwierig einen Kurztripp zu planen. Für einen kurzen Aufenthalt gibt es hier ein paar Sachen die man gesehen haben muss! Zuerst ist hier die verbotene Stadt zu nennen. Deshalb „verboten“, da es früher nur vom Kaiser und seinen Begleitungen betreten werden durfte. Auf einer riesigen Fläche kann man hier also mehrere Tempelanlangen besichtigen und die gigantischen Ausmaße dieser historischen „Stadt“ erleben. Auf jeden Fall einen Besuch Wert. Mittags sollten man eins von den bekannten Restaurants besuchen und die weltberühmte Peking-Ente probieren. Kennt ihr schon aus Deutschland? Ist jedoch etwas völlig anderes, muss man probiert haben! Dann bietet sich in Peking noch an, die chinesische Mauer zu besichtigen. Etwa 2 Stunden Fahrzeit sind es von hier bis zu einem der imposantesten Stellen der großen Mauer. Hier kann man sehr schön sehen wie die Mauer entlang der Berggipfel läuft.

Wenn man dann am Abend wieder zurück ist, lohnt es sich einer der unzähligen Kung-Fu-Shows aufzusuchen. Es ist sehr beeindruckend diese Kampfsportart live mitzuerleben und zu sehen was alles mit Körperbeherrschung möglich ist. Hier habe ich noch einen Tipp für die „Großen“. In Peking gibt es einige Abschnitte an denen es viele Bars und Clubs gibt. Schaut euch hier auf jeden Fall mal eine Karaoke-Bar an, man versteht zwar nichts, allerdings singen die Sänger mit so einer Inbrunst, dass man automatisch mitgerissen wird.

Xi'an

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Terrakotta-Armee

Eine sehr traditionelle Stadt. Hier ist es das Allerwichtigste sich die Terrakotta-Armee anzuschauen. Das ist ein für den ersten Kaiser errichtetes Grab, das von tausenden aus Ton gebauten Soldaten beschützt wird. Da die schönen Farben der Figuren beim Ausgraben verloren gehen, ist ein Großteil der Skulpturen noch nicht einmal ausgegraben. Man darf also gespannt sein, ob in der Zukunft hier noch mehr entdeckt wird.

Wichtig ist hier noch der Besuch von der großen Stadtmauer. Anders als in den meisten chinesischen Orten, die auch eine Stadtmauer hatten, ist sie hier fast noch komplett erhalten. Ein riesiges Gebilde, dass ein absolutes Muss für Urlauber ist. Und wenn man nur ein bisschen durch die Stadt bummeln will, empfiehlt sich der islamische Markt. Hier gibt es von der muslimischen Minderheit in China Spezialitäten. Aber Vorsicht, denn man sollte die angebotenen Gerichte hier lieber nicht probieren, da der Magen daran nicht gewöhnt ist.

Shanghai

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Skyline

Die Mega-City ist das Highlight der Chinareise. Neben den ganzen chinesischen Einflüssen, kommt man sich hier vor wie in New York. Viele alte englische Bauten, wie man sie aus der amerikanischen Metropole kennt, wechseln sich ab mit einer beeindruckenden Skyline mit dem zweithöchsten Gebäude der Welt, dem Shanghai Tower. Hier auf jeden Fall ein Bild vor der Skyline machen. Die verschiedenen Viertel von Shanghai laden wirklich zum Bummeln ein. Es gibt italienische Cafés, deutsche Biergärten und spanische Restaurants, alles Überbleibsel aus der Kolonialzeit. In Shanghai kann man wunderbar shoppen gehen, eine sehr große Fußgängerzone lädt dazu ein. Was ich auf jeden Fall machen würde, ist auf den Shanghai Tower hochfahren und die ganze Stadt von oben betrachten. Selbst dort oben werdet ihr kein Ende der Riesenstadt erkennen können. Den Abend kann man dann wunderbar in einem der schönen Cafés, Bars oder Clubs ausklingen lassen. Shanghai muss man wirklich erlebt haben, denn eine Erklärung über die Einzelheiten würden den Rahmen hier komplett sprengen. Für Tipps könnt ihr jederzeit auf mich zukommen.

Ich hoffe ich konnte euch dieses spannende Land etwas näherbringen. Falls euch noch etwas interessiert oder noch fragen habt, könnt ihr diese gerne in die Kommentarfunktion eintragen.

 

Vielen Dank fürs Lesen und bis bald,

euer „Möchtegernhumboldt“ Lukas 

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