Sparkasse Allgäu spendet 10.000 Euro an „Region der Lebensretter“

, Sandra Zoufahl

Kempten / Blaichach. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde, um Leben zu retten. Doch gerade im ländlichen Bereich oder gar in den Bergen schafft es der Rettungsdienst meist nicht schnell genug, um die Patienten zu retten oder irreversible Hirnschäden zu vermeiden. Deshalb hat sich Bernhard Settele dafür stark gemacht, das Allgäu zur „Region der Lebensretter“ zu machen. Sie deckt das gesamte Gebiet von Lindau am Bodensee über das Oberallgäu und Kempten bis nach Kaufbeuren und das gesamte Ostallgäu ab.

Seit Mitte Dezember 2022 hat er mit dem Freiburger Verein Region der Lebensretter e.V. deren App auch im Allgäu im Einsatz – als erste Region in Bayern. Per GPS ortet die App bis zu vier registrierte Ersthelfende in der nächsten Umgebung des Notfalls und schickt sie über deren Smartphone zu den Patienten. „Damit können wir die Überlebenschance der Patienten verdoppeln bis vervierfachen“, erklärt Settele.

Die Einführung des Systems hier im Allgäu sei recht aufwändig gewesen und habe rund 50.000 Euro gekostet. „Diese App ist für unsere Region unheimlich wichtig. Deshalb haben wir auch gerne 10.000 Euro aus der Sparkassenstiftung Allgäu beigesteuert“, erklärte Heribert Schwarz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu, bei der Spendenübergabe. Darüber hinaus hat die Sparkasse bereits 2019 in ihrem Geschäftsgebiet elf Defibrillatoren im Wert von insgesamt 13.200 Euro installieren lassen. Diese medizinische Infrastruktur kommt jetzt den Retterinnen und Rettern bei ihren Einsätzen zu Hilfe.

Christian Neusch (Vorstandsmitglied Sparkassenstiftung Allgäu), Bernhard Settele (Projektverantwortlicher für das Allgäu vom Verein Region der Lebensretter e.V.), Alex Kraus (Hauptberuflicher Rettungssanitäter) und Heribert Schwarz (stv. Vorstandsvorsitzender Sparkasse Allgäu, v.l.) bei der Spendenübergabe auf dem Allgäuer Berghof. Foto: Sandra Zoufahl