Alles Wissenswerte über den Personalrat der Sparkasse Allgäu

12.11.2020
Kategorien: Azubi-Blog, Interviews, Sparkasse Allgäu als Arbeitgeber
Autor: Yigithan Zeybel Avatar für Yigithan Zeybel

Servus, ich hoffe ich seid alle gesund.

Viele wissen gar nicht was ein Personalrat ist, geschweige denn macht. Bis heute wusste ich es auch nicht. Deswegen habe ich unseren Personalratsvorsitzenden der Sparkasse Allgäu Günter Boy gefragt. Damit auch ihr mal hinter die Kulissen blicken könnt.
Viel Spaß!

Stellenbeschreibung

Der Personalrat kümmert sich um die Wünsche, Sorgen und Belange von Mitarbeitern der Sparkasse Allgäu und vertritt diese gegenüber dem Vorstand. Die Rechte und Pflichten sind im Personalvertretungsgesetz gesetzlich verankert.

Wer darf wählen/kandidieren?

Jeder Beschäftigte über 18 darf den Personalrat wählen. Kandidieren darf auch fast jeder. Die Ausnahme ist hier der Vorstand. In der Regel wird man für das Amt akquiriert (also darauf angesprochen), man kann sich aber auch selber aufstellen lassen. 

Wann wird gewählt?

Sofern bereits ein Personalrat besteht, beginnt die Amtszeit des neuen Personalrats mit dem Ende der Amtszeit des alten Personalrats. Die Amtszeit des Personalrats beträgt fünf Jahre. Die Anzahl der Amtszeiten sind nicht begrenzt.

Wer ist unser Personalratsvorsitzender?

Unser strahlender Personalratsvorsitzender

Fakten

Unser Personalrat besteht aus 11 Mitgliedern!

Fakten

 

Eine Amtszeit beträgt fünf Jahre!

Fakten

 

Der Personalrat unterliegt einer gesteigerten Schweigepflicht

Fakten

 

Die Arbeit im Rat ist ehrenamtlich!

Personalrat vs. Betriebsrat. Gibt es da Unterschiede?

Im öffentlichen Dienst heißt die Arbeitnehmervertretung Personalrat und in der freien Wirtschaft Betriebsrat. Jedes Bundesland hat für den öffentlichen Dienst sein eigenes Personalvertretungsgesetz. In der freien Wirtschaft gibt es jedoch nur ein deutschlandweit einheitliches Betriebsverfassungsgesetz. Im Grunde genommen kann man sagen, dass ein Personalrat weniger Macht als ein Betriebsrat hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der öffentliche Dienst in einem besonderen Verhältnis (Loyalität) zum Staat steht und davon ausgegangen wird, dass dieser die Rechte seiner Beschäftigten auch einhält. Eine bayerische Besonderheit ist, dass niemand vom Personalrat einen Sitz im Verwaltungsrat hat. Eine direkte Möglichkeit zum Einwirken auf die Geschäftspolitik ist so nicht gegeben.

Warum sollte man dem Personalrat beitreten?

Wenn man den Konflikt nicht scheut und helfen will, ist man im Personalrat richtig. Zudem gewinnt man einen Blick hinter die Kulissen einer Sparkasse, über das gesamte Unternehmen sowohl über die Mitarbeiter als auch über die Führungsebenen. Somit bekommt man mit, weshalb der Vorstand z.B. in einer Situation genau so gehandelt hat und nicht anders. Des Weiteren sollte man keine Angst vor Konfrontationen haben und gut im Streit schlichten sein. Das ist nämlich eine der Hauptaufgaben!

Persönliche Fragen

Wie sind Sie Personalratsvorsitzender geworden?

Ich bin mehr oder weniger in diese Position reingerutscht. Ein damaliger Kollege aus der Versicherungsabteilung meinte zu mir: „Ich scheide ja jetzt aus – einer von uns sollte dabei sein. Das wäre was für Dich! Du musst da nur einmal monatlich in eine Sitzung gehen, mehr ist es nicht." Daraufhin habe ich mich zur Wahl aufstellen lassen. Wider Erwarten wurde ich direkt beim ersten Versuch reingewählt. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass die Entscheidung für mich goldrichtig war!

Wie sieht ein "normaler" Arbeitstag bei Ihnen aus?

Der Wunsch ist natürlich immer da an jedem neuen Tag ein bisschen Struktur zu haben. Sprich zuerst mach ich meine Aufgaben als Versicherungsberater und danach die Aufgaben aus dem Personalrat oder umgekehrt – schön wär‘s. Die Realität sieht jedoch anders aus. Meistens wechsele ich „im Minutentakt“ zwischen beiden Themengebieten. Man kann ja schlecht dem Vorstand oder einem Mitarbeiter, der ein Problem hat, sagen „bitte später anrufen".

Was lieben Sie persönlich an Ihrer Arbeit am meisten?

Maximale Abwechslung in beiden Jobs. Generell einfach die Vielfalt. In einem Moment beschäftigst du dich mit Tariffragen, im nächsten mit dem Infektionsschutzgesetz oder dem Datenschutz der Mitarbeiter. Das wichtigste für mich ist jedoch, dass mein Job dadurch nie langweilig wird. Zitat: "Der erste Tag an dem ich hier reinkomme und sagen würde, dass es mich hier langweilt, wäre der erste Tag an dem ich mich beruflich umorientieren würde – aber das wird nicht passieren". (Günter Boy, 2020)

Was macht ein Personalratsvorsitzender nach der Arbeit so?

Nach der Arbeit widme ich mich meiner Familie und wenn das Wetter mitspielt gehe ich gerne Radeln – ab und zu schraube ich auch mal an meinem Rad.

 

Zu guter letzt

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in Herr Günter Boys Job gefallen! Lasst mich doch in den Kommentaren wissen, ob ihr zuvor auch schon wusstet, was die Aufgaben eines Personalrats denn so sind.

Bis zum nächsten Artikel euer Yigithan!

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