Alltag eines Bankberaters: Aus der Sicht eines Azubis im 1. Lehrjahr

15.06.2026
Kategorien: Azubi-Blog
Autor: Antonio Maccarrone Avatar für Antonio Maccarrone

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Beitrag möchte ich euch einen Einblick in den Alltag eines Bankberaters geben und das aus meiner Perspektive als Azubi im ersten Lehrjahr. Ich nehme euch mit in den Bankalltag und zeuge, welche Aufgaben mich erwarten welche Herausforderungen es gibt und was den Beruf so besonders macht. 

Mein persönlicher Alltag:

08:55 Uhr, Stichzeit. Die Türen gehen auf und die ersten Kundinnen und Kunden kommen zu mir an den Schalter. Meistens wegen alltäglichen Bankgeschäften darunter zähle ich: Überweisungen, das Einrichten von Daueraufträgen, aber auch Auszahlungen von Geldern. Im Grunde genommen eigentlich ganz einfach. Es gibt aber auch Kundinnen und Kunden bei denen es sich um „kompliziertere“ Angelegenheiten handelt und genau hier wird es entscheidend. Denn der Kunde legt Wert darauf auch bei Finanzaufgaben die für ihn schwierig, oder gar nicht zu lösen sind jemanden an seiner Seite zu haben, der sich dieser annimmt. Für mich ist das ein toller Zeitpunkt um mein gelerntes Wissen, welches ich in der Berufsschule und bei internen Schulungen beigebracht bekomme, anzuwenden.

Bild von dem Schalter
Bild von dem Schalter

Und was ist, wenn ich etwas mal nicht weiß?

Dann ist das auch kein Problem! Es ist menschlich nicht alles auf Anhieb zu wissen und oder zu können. In solch einem Fall, wende ich mich einfach an einen Berater oder eine Beratin auf meiner Filiale, welche mir jeder Zeit zur Verfügung stehen und der unserer Kundschaft und in dem Fall auch mir, bei der Lösung der Angelegenheit unter die Arme greift. Mehr dazu findet ihr in dem Artikel von Karla „Ich muss nicht alles können“ unter folgendem Link: 

Ich dachte, ich müsste alles sofort können | Sparkasse Allgaeu

12:05 Uhr, Ende des Vormittags und Erledigung meiner Schaltertätigkeiten. Die Türen für den Schalter schließen und ab hier beginnt im Regelfall auch meine Mittagspause. Das schöne ist, dass ich diese zeitlich nach Belieben nehmen kann. Gerade für jemanden wie mich der in dem Mittag gerne auch etwas mehr isst, gibt es keine „Stoppuhr“, wann ich wieder an meinem Arbeitsplatz sitzen muss. Wichtig ist nur, dass ich mir auf jeden Fall mal mindestens eine halbe Stunde für mich nehme. 

Good to know:

Wir haben eine 39 Stunden Woche. Wenn ich mal einen Tag weniger arbeite, wird das von meinem Überstundenkonto abgezogen. Genauso gut kann ich mein Überstundenkonto aber auch mit Mehrarbeit wieder aufbauen.

Einblick hinter die Kulissen, was passiert, wenn der Kunde konkretere und komplexere Anliegen hat?

Nachmittags habe ich die Möglichkeit bei persönlichen Kundenterminen teilzunehmen und mitzuwirken. Jetzt geht mein Alltag über in den für mich spannendsten Teil der Ausbildung: die Begleitung von Kundenterminen. Von Geldanlagen bis über Kredite ist immer was dabei. Das Spektrum ist breit gefächert und genau hier gefällt mir besonders die Vielfältigkeit der verschiedensten Kunden und Terminen. Bei den Beratungsgesprächen nehme ich immer am meisten Wissen mit. Außerdem gibt es mir einen schönen Einblick in den Bereich, welchen ich nach der Ausbildung anstrebe anzugehen – als Kundenberater.

 

Umso besser, dass ich täglich mit Aufgaben unserer Beratenden vertraut gemacht werde und diesen damit ordentlich Arbeit abnehmen kann. Hier wachse ich regelmäßig über mich hinaus und auch der Lerneffekt ist in dem Fall besonders hoch. Sei es, mich mit neuen Finanz- und Anlageprodukten für unsere Kundschaft vertraut zu machen, oder diese telefonisch zu einem Termin einzuladen. Es ist von allem etwas dabei. 

 

Wenn ich die oben genannten Tätigkeiten erledigt habe ist der Tag im Regelfall auch schon vorbei. Wir sprechen hier zeitlich von einer Uhrzeit zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr. 

Immer noch früh genug um Einkäufe auch nach der Arbeit erledigen zu können oder beispielsweise vor dem 19 Uhr Ansturm im Fitness trainieren zu können. 

So viel zu meinem Alltag und meinen Highlights. Doch wie sieht es bei unseren langjährigen Beratern aus?

Arbeitsplatz mit Computer
Arbeitsplatz mit Computer

Hier noch ein kurzes Q and A zu fragen, welchen ich den Bankberatern gestellt habe:

1. Highlight des Tages – Kennenlernen des Kunden

Mein persönliches Highlight heute war mein erster Termin zum Kennenlernen eines Neukunden.
Wir führten einen umfassenden Depot‑Check durch. Dort besprachen wir gemeinsam mögliche Umstrukturierungen seines Portfolios. Der Kunde brachte zudem seine beiden Kinder mit, sodass wir im Anschluss Vorsorgevollmachten für die Kleinen einrichten konnten. Ein wichtiger Schritt, um ihn langfristig optimal für die Zukunft aufzustellen.

2. Kundenkontakt & Beratung

  • Welches Gespräch hat mich zuletzt besonders begeistert?
    Ein Termin mit einem frischgebackenen Vater, der für sein Kind vorausschauend vorsorgen möchte.
  • Welche Lösung entwickelten wir gemeinsam?
    Wir erarbeiteten eine maßgeschneiderte Vorsorgelösung für das Kind und ergänzten das Konzept um weitere Risikoabsicherungen für die gesamte Familie. So konnte der Kunde seine finanzielle Sicherheit für die nächsten Generationen nachhaltig stärken.

3. Team & Arbeitsumfeld

  • Welches Event war ein echtes Highlight?
    Der jährliche Ausflug zur Allgäuer Festwoche.
  • Wie stärkte er das Miteinander im Team?
    Es bietet die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen in einem privateren Rahmen besser kennenzulernen. Das gemeinsame Erleben und Zelebrieren der Allgäuer Traditionen schweißt uns noch enger zusammen und förderte den Teamgeist nachhaltig.

4. Persönliche Entwicklung & Tipps

  • Welcher Tipp half mir zu Beginn meiner Ausbildung?                                                                                                                   Mir wurde geraten, eng mit meiner Führungskraft zusammenzuarbeiten.
  • Wie setze ich diesen Tipp heute um?
    Ich lege nach wie vor großen Wert auf die Meinung meiner Vorgesetzten, sowohl bei komplexen Konzepten als auch bei den täglichen Aufgaben. Dieser kontinuierliche Austausch unterstützt mich dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und mich stetig weiterzuentwickeln.

Ich denke Ihr solltet jetzt einen besseren Einblick in den Alltag von uns angehenden Bankberatern haben. Ich freue mich darauf, euch bei einem neuen Artikel über weitere spannende Themen bei der Sparkasse berichten zu dürfen.

 

Bis zum nächsten Mal, euer Antonio!

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