Bar oder Karte? - Das Selbstexperiment

08.01.2026
Kategorien: Azubi-Blog, Ausbildung, Lifestyle, Rund um die Sparkasse, Der Mensch hinter den Kulissen
Autor: Sabrina Wirth Avatar für Sabrina Wirth

Hallo zusammen,

in Zeiten, in denen digitale Bezahlmethoden immer beliebter werden, stellt sich die Frage: wie abhängig sind wir eigentlich von Karte, Handy und Online-Banking?

Um das herauszufinden habe ich einen zweiwöchigen Selbstversuch gestartet in dem ich eine Woche nur mit Karte, und eine Woche nur mit Bargeld bezahlt habe.

1. Woche : nur Kartenzahlung

Ich persönlich zahle normalerweise fast alles mit der Karte und dachte deshalb diese Woche wird ganz entspannt für mich verlaufen. Leider ist mir schon am Montag in der früh aufgefallen, dass der Schein trügt. 

Kartenzahlung
Kartenzahlung

Als ich mir in der Berufsschule Frühstück beim Pausenverkauf kaufen wollte, ist mir eingefallen, dass dort leider keine Kartenzahlung akzeptiert wird. Dadurch ist das Frühstück schonmal ausgefallen.

Auch in der Mittagspause, in der wir normalerweise Nudeln beim Chinesen holen, wurde ich darauf hingewiesen, dass nur Bargeld akzeptiert wird und musste deshalb mein Mittagessen in einem anderen Laden holen.

Nach diesem ersten Tag lief allerdings wieder alles, wie gewohnt, bequem ab. Ob in der Drogerie, beim Lebensmittel kaufen oder beim Weihnachtsgeschenke shoppen, überall ist Kartenzahlung heute selbstverständlich.

Die Woche mit der Kartenzahlung war für mich auch sehr praktisch, weil ich einfach nur mein Handy aus der Tasche holen musste und die Zahlungen fast unbemerkt von der Bühne gegangen sind.

Am letzten Tag der Woche ist mir allerdings noch ein Hindernis aufgefallen: Der Weihnachtsmarkt. Manche Stände bieten zwar inzwischen die Zahlung über PayPal an, aber sonderlich weit kommt man auf dem Weihnachtsmarkt ohne Bargeld nicht.

Insgesamt lief die Woche, trotz kleinen Einschränkungen, ziemlich gut und wie gewohnt ab.

2. Woche: nur Bargeld

Schon als ich mir Gedanken über das Experiment gemacht habe, ist mir klar geworden, dass Planung in der Woche sehr wichtig sein wird. 

Geldbeutel mit Bargeld
Geldbeutel mit Bargeld

Da ich nur einen Gewissen Betrag im Geldbeutel habe und nicht mein ganzes Konto, muss ich in der Früh darüber nachdenken wieviel Geld ich heute brauche.

Im Laufe der Woche hatte ich keine Probleme mit der Akzeptanz von Bargeld, die Probleme lagen für mich eher dabei, dass die Zahlung einfach nicht so bequem ist wie mit der Karte. Wenn im Supermarkt eine lange Schlange hinter mir steht fange ich im Normalfall nicht an meinen Geldbeutel zu suchen, sondern nehme einfach schnell mein Handy zur Hand. Außerdem ist es mir nicht nur einmal passiert, dass ich meinen Geldbeutel zuhause vergessen habe, und nochmal umdrehen musste.

Die Zahlung mit Bargeld hatte aber auch positive Effekte: Mir ist im Laufe der Woche aufgefallen, dass ich bewusster mit meinem Geld umgehe. Erstens weil ich nur einen bestimmten Betrag zur Verfügung hatte und zweitens, weil jeder Einkauf bedeutet Scheine oder Münzen aus der Hand zu geben. Kleine Spontankäufe fühlen sich dadurch plötzlich größer an.

Mein Fazit
Mein Fazit

Fazit

Am Ende der Woche habe ich mal nachgerechnet wieviel Geld ich in den Wochen jeweils ausgegeben habe und mir ist aufgefallen, dass ich in der zweiten Woche weniger Geld gebraucht habe als in der Ersten. Das liegt größtenteils daran, dass ich immer ein Budget im Geldbeutel hatte, dass ich nicht überschreiten konnte und dass ich bewusster mit meinem Geld umgegangen bin.

Im Endeffekt sollten Bargeld und Karte nicht in Konkurrenz stehen, da sie unterschiedliche Zwecke erfüllen. Bargeld macht Ausgaben sichtbar und fördert einen bewussten Umgang mit Geld, da jede Zahlung spürbar ist. Kartenzahlung hingegen bietet Komfort, Schnelligkeit und Sicherheit. Digitale Bezahlmethoden sind im Alltag kaum noch weg zu denken, besonders bei online Einkäufen oder unterwegs. Allerdings bringen sie die Gefahr mit sich den Überblick über die Ausgaben zu verlieren.

Mein Fazit ist also: Wer beides bewusst einsetzt profitiert am meisten. Auch ich werde mir in Zukunft vornehmen öfters mal auf Bargeld zurück zu greifen.

Bis zum nächsten Mal,

Sabrina

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