Das Smartphone wird zur digitalen Geldbörse

, Sandra Gessner

Sparkasse Allgäu startet heute mit innovativer Mobile-Payment-Lösung

Kempten. Heute fällt der Startschuss – die Kunden der Sparkasse Allgäu können jetzt mit ihrem Smartphone kontaktlos bezahlen. Das Mobilgerät wird zur digitalen Geldbörse und damit zum stets verfügbaren Zahlungsinstrument im Alltag der Allgäuer Sparkassenkunden. „Mit der digitalisierten Karte im Smartphone auf Basis der bewährten Zahlungsmittel girocard und Kreditkarte bieten wir unseren Kunden nun eine komfortable und sichere Lösung zum mobilen Bezahlen“, erklärt Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu.

So macht man sein Smartphone zur digitalen Geldbörse

Privatkunden ab 18 Jahren, die am Online-Banking der Sparkasse Allgäu teilnehmen, können sich über den Google Play Store die App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen auf ihrem Android-Smartphone ab Version 4.4 installieren. In der App hinterlegt und digitalisiert der Kunde seine physischen Karten, zunächst die Sparkassen-Card (girocard) und die Sparkassen-Kreditkarte (MasterCard). Weitere Karten, wie die Sparkassen-Kreditkarte Visa werden in künftigen Ausbaustufen ergänzt. Die Nutzung der App mit dem iPhone ist aktuell noch nicht möglich, da Apple die entsprechende Schnittstelle in den Geräten bisher nicht freigegeben hat.

Wie funktioniert das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone?

Überall dort, wo kontaktloses Bezahlen funktioniert, ist auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich – mittlerweile an 75 Prozent aller deutschen Kartenterminals. In der Regel muss lediglich das Display des Smartphones zum Bezahlen aktiviert sein. Der Kunde hält sein Smartphone an das NFC-Symbol des Terminals und wartet ein kurzes akustisches oder optisches Bestätigungssignal ab – fertig! Transaktionen bis 25 Euro verlangen in der Regel keine PIN-Eingabe, genau wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der physischen Karte. Bei Beträgen über 25 Euro bestätigt der Kunde seine Zahlung mit Eingabe seiner ihm bekannten Karten-PIN am Terminal. Das Terminal zeigt die erfolgreiche Zahlung an. Jede Smartphone-Zahlung wird wie eine herkömmliche Kartenzahlung vom Konto des Kunden abgebucht.

Sicherheit wird groß geschrieben – auch beim mobilen Bezahlen

Für die Sicherheit bei Smartphone-Zahlungen sorgen zahlreiche Sicherheitsmerkmale. Das kontaktlose Bezahlen funktioniert nur, wenn der Abstand zwischen Smartphone und Terminal wenige Zentimeter beträgt. Ein Abbuchen „im Vorbeigehen“ ist somit nahezu unmöglich. Die NFC-Technik („Near Field Communication“), auf die die Sparkassen auch beim Bezahlen mit kontaktlosen Karten setzen, ist weltweit sicherer und führender Technologiestandard. Auch Doppelbuchungen sind ausgeschlossen, da jede Transaktion aktiv vom Händler im Kassenterminal einzeln ausgeführt werden muss. Wie bei der Kartenzahlung werden alle Bezahlvorgänge online vom hinterlegten Kartenkonto autorisiert. Die zur Abwicklung einer Zahlungstransaktion notwendigen Daten werden über eine kontaktlose Schnittstelle übermittelt, sie enthalten aber keine persönlichen Angaben wie etwa Namen oder Adresse des Karteninhabers.

Hohe Akzeptanz bei den Händlern – mit weiter steigender Tendenz

Es findet ein kontinuierlicher Ausbau der Händlerakzeptanz statt. Bis Ende 2017 waren bereits etwa 600.000 der 816.000 PoS-Terminals mit einem Kontaktlos-Leser ausgestattet. Laut dem Handelsverband Deutschland HDE akzeptieren aktuell insgesamt 65 Prozent der großen Händler kontaktloses Bezahlen. Große Akzeptanten sind ALDI, REWE und LIDL, aber auch immer mehr kleinere und mittelständische Händler, wie beispielsweise die Feneberg Lebensmittel GmbH, akzeptieren kontaktlose Zahlungen.

„Mobiles Bezahlen“ ist, neben der neuen Echtzeit-Überweisung und dem Handy-zu-Handy-Bezahlverfahren Kwitt, ein neuer, innovativer Service, den Sparkassen-Kunden auf Wunsch nutzen können.