Fasten – worauf verzichten unsere Blogger:innen?

19.02.2026
Kategorien: Azubi-Blog, Kulinarisches, Lifestyle
Autor: Nina Renner Avatar für Nina Renner

Hey Leute,

am 18. Februar startet die diesjährige Fastenzeit und damit für viele eine Phase des bewussten Verzichts.
Für manche ist sie fest in der Tradition verankert, für andere eine persönliche Challenge, um Gewohnheiten zu hinterfragen, bewusster zu leben oder sich selbst etwas Gutes zu tun.
Doch was bedeutet  „Fasten" eigentlich?

Woher kommt die Fastenzeit?

Der Ursprung der Fastenzeit liegt im Gedenken an das 40-tägige Fasten von Jesu in der Wüste. Sie dient als Vorbereitung auf das Osterfest. Durch den bewussten Verzicht soll der Fokus stärker auf Gott, Dankbarkeit und innere Einkehr gelegt werden.
Formen des Fastens gab es jedoch bereits lange vor dieser Zeit und in vielen Kulturen und Religionen. Auch heute wird Fasten ganz unterschiedlich gelebt:
Muslime fasten während des Ramadans, Christen in den 40 Tagen vor Ostern. Gleichzeitig hat sich der Gedanke des Fastens weiterentwickelt: weg vom rein religiösen Hintergrund hin zu mehr Bewusstsein, Gesundheit und mentaler Auszeit.

geflochtener Korb mit bunten Eiern, bunte Tulpen
Die Fastenzeit hat im Christentum ihren Ursprung als Vorbereitung auf Ostern.

Welche Arten des Fastens gibt es?

Klassische Formen

  • Verzicht auf Fleisch
  • Kein Alkohol
  • Kein Zucker

Moderne Varianten

  • Digital Detox
  • Social-Media-Pause
  • Autofasten
  • Shopping-Fasten

Gesundheitsorientiertes Fasten

  • Intervallfasten
  • Süßigkeiten Verzicht
  • Kaffeepause

Fasten kann also ganz unterschiedlich aussehen: Vom klassischen Fasten bis hin zu modernen Alltags-Challenges.

Doch wie sieht das bei unseren Blogger:innen aus?

Wie fasten unsere Blogger:innen?

Fasten als persönliche Entscheidung

Nicht für alle gehört Fasten automatisch zum Alltag.
Kacper erzählt, dass er selbst nicht fastet:
 „Um ehrlich zu sein faste ich nicht. Ich hatte nie wirklich das Bedürfnis zu fasten."

Auch das gehört dazu: Fasten ist eine persönliche Entscheidung und kein Muss.

Fokus auf Gesundheit und Achtsamkeit

Natalie nutzt die Fastenzeit, um bewusster mit sich selbst umzugehen:
„Ich möchte versuchen, mich gesünder zu ernähren und abends auf Handy und Social-Media zu verzichten. Einfach, um mehr im Hier und Jetzt zu sein und Quality Time mit Freunden zu verbringen, statt stundenlang durch Reels zu scrollen."

Eine klare Auszeit vom digitalen Konsum.

Klassisch und familiär geprägt

Für Hannah steht der bewusste Verzicht auf Fleisch im Mittelpunkt:
„Ich verbinde mit der Fastenzeit eine Zeit, in der ich bewusster lebe. In meiner Familie verzichten wir alle auf Fleisch - vegetarisch zu essen fällt mir nicht schwer und ist auch ein kleiner Beitrag zu weniger Konsum."

Hier zeigt sich, wie stark familiäre Traditionen das Fasten prägen können.

Ramadan - Fasten als Zeit der Gemeinschaft

Für Dilan hat die Fastenzeit eine tief religiöse Bedeutung.
Der Ramadan (2026: 18.02.-20.03.) steht für Nähe zu Allah, Dankbarkeit und Gemeinschaft:
„Ich freue mich jedes Jahr auf den Ramadan. Das Fastenbrechen mit Familie und Freunden, meist mit Datteln und Wasser, ist etwas ganz Besonderes. Danach wird gemeinsam gegessen, gebetet und Zeit miteinander verbracht."

Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang wird auf Essen und Trinken verzichtet. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr das Zuckerfest nach dem Ramadan - mit Geschenken, Süßigkeiten und Zeit mit den Liebsten.

Traditionen aus der Familie

Manche Formen des Fastens haben ihren Ursprung in alten Familiengeschichten.

Niclas erzählt von einer besonderen Tradition, die über Generationen weitergegeben wurde:
„In meiner Familie gab es donnerstags immer nur Kartoffeln. Diese Tradition stammt noch aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Damals war kaum etwas da und um sich wenigstens den Fisch am Freitag leisten zu können, wurde donnerstags etwas besonders Günstiges gegessen, neben sonstigen Lebensmitteln wie Rüben. So konnte man sich freitags den deutlich teureren Fisch gönnen. Heute halten wir uns aber ehrlich gesagt nicht mehr wirklich daran 😊"

Auch wenn diese Tradition heute nicht mehr aktiv gelebt wird, zeigt sie, wie eng Fasten früher mit Lebensumständen, Verzicht und Dankbarkeit verbunden war und wie Geschichten aus der Vergangenheit bis heute nachwirken.

Bewusst leben, nicht nur für 40 Tage

Ich selbst faste ehrlich gesagt nicht bewusst in der Fastenzeit. Mir ist es wichtiger, das ganze Jahr über achtsam und bewusst zu leben und nicht nur für 40 Tage auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Trotzdem verbinde ich mit der Fastenzeit auch Erinnerungen aus meiner Kindheit. Früher mussten wir als Kinder in dieser Zeit auf Süßigkeiten verzichten. Rückblickend war das eine einfache, aber wirkungsvolle Art, bewusster mit Konsum umzugehen.

Wassertropfen, Wellen
Schon kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben.

Fazit

Ob klassisch, modern, gesundheitsorientiert oder religiös geprägt, Fasten ist heute so individuell wie die Menschen selbst.
Für die einen ist es Verzicht, für die anderen eine bewusste Pause vom Alltag. Entscheidend ist nicht, worauf verzichtet wird, sondern warum.

Bis bald

Eure Nina

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