Berufsschule in der Bankausbildung - Was macht man da eigentlich?

27.06.2024
Kategorien: Ausbildung
Autor: Nina Renner Avatar für Nina Renner

Hey Leute,

Vielleicht weißt du schon, dass die Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann eine duale Ausbildung ist, das heißt: Arbeit und Berufsschule.

In der Arbeit ist man wohnortnah in verschiedenen Filialen eingesetzt. Dort lernt man vorrangig die Praxis. (Natürlich hat man auch in der Arbeit regelmäßige Unterweisungen, in denen der Wissensstand geprüft wird und mögliche Lücken ausgebessert werden.) Doch für die Praxis braucht man auch die nötige Theorie. Diese wird in der Berufsschule gelernt. Je nachdem, wo du wohnst, ist deine Berufsschule in Kempten oder in Marktoberdorf, so wie ich.

Aber was macht man eigentlich so in der Berufsschule? Ich gebe dir hier einen Einblick, was du im ersten Lehrjahr erwarten kannst.

Alt Bekanntes

Es gibt Fächer, die du bestimmt jetzt auch schon hattest, wie Deutsch und Englisch.

Es wird aber darauf geachtet, dass in Englisch nicht willkürlich Vokabeln gelernt und Essays geschrieben werden, sondern vor allem Praxisrelevantes, wie bankspezifische Vokabeln und Übungen, die für Termine auf Englisch ziemlich hilfreich sind.

Auch in Deutsch ist der Lehrplan auf die Ausbildung spezialisiert worden. So lernt man Geschäftsbriefe, Formulierungen, aber auch Kommunikationsregeln und -wege.

Ethik gibt es auch, wobei das in der Berufsschule meist lockerer gestaltet wird und es eher um interessantere Themen geht, bei denen oft in der ganzen Klasse verschiedene Ansichten diskutiert werden. Dort hat man oft auch Zeit, aktuelle Themen zu besprechen. Gerade in den ersten Stunden dient Ethik auch dazu, eine Klassengemeinschaft aufzubauen, indem z. B. Kennenlernspiele gespielt werden.

Berufsschule Marktoberdorf Eingang
Berufsschule Marktoberdorf

PuG

In Politik und Gesellschaft (oder früher Sozialkunde) werden einem rechtliche Aspekte nähergebracht. Zum Beispiel wird das (Jugend-)Arbeitsschutzgesetz genau angeschaut, was extrem wichtig ist, denn man sollte seine Rechte und Pflichten kennen.

AWL

Außerdem hat man in der Berufsschule AWL, was für „Allgemeine Wirtschaftslehre“ steht. Da sind nicht nur für die Ausbildung relevante Themen dabei, sondern auch Themen, die im Alltag nützlich sind. Es geht um Rechtsgeschäfte, Kaufverträge , sowie Kaufvertragsstörungen und Rechte bei Mängeln werden sehr genau angeschaut.

Kredit

Im Fach „Kreditgeschäft“ lernt man die Voraussetzungen für die Gewährung eines Darlehens, Rechnungen und gesetzliche Bestimmungen und Voraussetzungen dazu. Zum Beispiel Haushaltsrechnungen, Kreditwürdigkeitsprüfung usw.

VVO

„Vermögensaufbau und Vorsorge“ ist ein sehr umfangreiches Fach. Man lernt die verschiedenen Möglichkeiten, sein Geld anzulegen, und die Voraussetzungen sowie Rechnungen dazu. Das Ganze fängt einfach an, mit Sparbüchern, geht dann mit Zinsen und Festgeldern weiter und dann zu Wertpapieren.

BSK

Die Bankspezifische Kontrolle – oder BSK – ist etwas theoretischer. Bilanzen, Buchungssätze, Erfolgskonten.

KFZ

Und dann gibt es noch KFZ (Kontoführung und Zahlungsverkehr). Von Geldwäsche, Bankgeheimnis und den allgemeinen Geschäftsbedingungen bis hin zur Abrechnung eines Kontokorrentkontos und Vollmachten. Auch Sortengeschäfte werden besprochen.

iPad mit Hefteintrag, Notizbuch, Kugelschreiber
Auf dem iPad oder auf Papier

Ethik Befreiung

Du kannst dich evtl. von Ethik befreien lassen (wenn du Abitur oder schon eine Ausbildung hast), du musst aber auf deine Stunden kommen.

Schule

Im ersten Lehrjahr hast du zweimal die Woche Schule, im 2. und 3. nur einmal pro Woche.

Verkürzen

Wenn du verkürzt, musst du dir den fehlenden Stoff selbst beibringen.

Krankheit

Wenn du mal krank bist, musst du dir eigenständig von Mitschülern die Unterlagen zuschicken lassen und am besten vor dem nächsten Mal Schule alles nachholen.

Das klingt jetzt erstmal nach viel und vielleicht auch etwas durcheinander, aber Berufsschule ist eigentlich recht entspannt. Man sollte versuchen, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, da man im ersten Jahr nur zweimal die Woche Schule hat. Die Lehrer müssen natürlich Noten von dir machen, weshalb sehr viele Exen (auch schon am Anfang) geschrieben werden. Es werden ebenfalls Schulaufgaben in jedem Fach geschrieben.

Falls du jetzt etwas Sorge hast, bei dem Stoff nicht mitzukommen, kann ich dich beruhigen. Schon ab dem 1. Lehrjahr wird man auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Fragen kann man so lange stellen, bis man es wirklich verstanden hat, da sind die Lehrer immer für einen da. Und auch sonst kann man immer in der Filiale fragen, die Kollegen nerven und Antworten oder Unterweisungen einfordern. Und falls man doch mal Hilfe außerhalb der Schule braucht, wird man bei der Suche nach Nachhilfe unterstützt. (Die Sparkasse will ja auch, dass du deine Prüfungen gut bestehst)

Vielleicht hast du auch Lust eine Ausbildung bei der Sparkasse zu machen. Falls du dich noch nicht beworben hast, dann kannst du das hier tun: Meine Bewerbung.

Eure Nina

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