Last but not least – Interview mit unserem Vorstandsmitglied Angelo Picierro
Hey zusammen👋,
Niclas, Johanna und Sabrina konnten euch schon vieles über unserem Vorstandsvorsitzenden Herrn Streifinger und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Herrn Schwarz erzählen und jetzt bin ich an der Reihe, ein paar Dinge über unser Vorstandsmitglied Herrn Picierro zu berichten.
Dank Herrn Picierro habe ich gute Einblicke in seine Arbeit, seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied sowie seine berufliche Laufbahn erhalten und erfahren, wie er sich nach einem stressigen Tag entspannt.
Für seine Zeit möchte ich mich gleich zu Beginn ganz herzlich bei ihm bedanken.

Nachdem wir den herzlichen Dank ausgesprochen und einen kurzen Rückblick auf die bisherigen Gespräche geworfen haben, wollen wir nun tiefer in die berufliche Laufbahn von Herrn Picierro eintauchen.
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Arbeitstag bei der Sparkasse und in welchen Bereichen wurden Sie anschließend eingesetzt?
Ja, ich erinnere mich sogar sehr gut. Ich komme aus dem Landkreis Augsburg. Nach der Realschule bin ich direkt in die Ausbildung eingestiegen, in der meine erste Ausbildungsstätte in Schwabmünchen war. Nachdem ich in dort auch zur Schule ging war mir das Umfeld bereits vertraut.
Mit Beginn der Ausbildung und mit dem Betreten der Sparkasse hat sich eine neue Welt für mich eröffnet, die mich bis heute fasziniert.
Die ersten Stationen waren im Kundengeschäft – da habe ich mich sofort sehr gut zurechtgefunden. Die internen Abteilungen habe ich auch durchlaufen dürfen.
Was sind die typischen Aufgaben eines Vorstands?
Kurz gesagt:
- Entscheidungen vorbereiten – Meinungen einholen – gute Entscheidungen treffen
- Kundengespräche
- Netzwerke aufbauen und pflegen
Ein großes Thema in meinem Aufgabengebiet ist es Kreditentscheidungen vorzubereiten. Ab einer bestimmten Größenordnung oder entsprechendem Risikogehalt gehört es auch dazu an Kundengesprächen teilzunehmen.
Eine weitere typische Aufgabe eines Vorstands ist das Thema Netzwerk. Damit meine ich nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit an sich und bestimmte Kreise wie Kultur, Landschaft oder Sport.
Mit Netzwerk verbinde ich das Thema Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In großen Sparkassen ist es sehr wichtig, auch als Vorstand Präsenz und Aufmerksamkeit zu zeigen. Mir ist es wichtig, dass unsere Mitarbeitenden das wahrnehmen und ich ihnen das Gefühl gebe, dass sie wichtig sind.
Sie haben auch schon erwähnt, dass sie auch bei Meetings dabei sind. Was war dann ihr ungewöhnlichstes Meeting?
Der Jour-Fix mit Fledermaus-Jagd
Das ist gar nicht so lange her. Ich habe mit meinen Bereichsleitern regelmäßig Gespräche. Wir hatten das Fenster offen, um Luft reinzulassen und dann flog plötzlich eine Fledermaus herein.
Es war am helllichten Tag, da waren wir erst irritiert. Sie hat sich in einem Schacht versteckt, irgendwie haben wir sie aber dann zum Fenster rausgejagt.
Es war das ungewöhnlichste Meeting. Wir haben danach gelacht und sind dann ganz normal ins Meeting eingestiegen.
Was war der stressigste Tag in Ihrer Laufbahn?
Beim Ausbruch der Corona-Pandemie gab es an einem Wochenende den Zusammenbruch der Rohstoffmärkte. Die Future-Märkte rasselten für das Barrell auf Minus 53 USD. In der Folge gab es einen Crash aller Märkte von dem wir als Sparkasse auch hart getroffen waren. Wir mussten aufgrund der Verlustobergrenzen in wenigen Stunden einen Spezialfonds mit einem hohen Volumen glattstellen. Das war eine sehr stressige Phase.
Ich: Dann greife ich das Thema doch direkt auf: Auf welche Entscheidung sind Sie am meisten stolz, die Sie in der Corona-Phase getätigt haben?
Dass wir sehr konsequent waren. Also wir haben relativ schnell die richtigen Schlüsse gezogen. Wir hatten einen sehr guten Krisenstab und haben unseren Mitarbeitenden schnell Sicherheit geben können um letztendlich keine Ansteckung ins Haus zu holen.
Welches Ereignis im Berufsalltag hat sie persönlich am meisten geprägt?
Da gibt es nicht das eine Ereignis. Mir fallen da viele ein.
Die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten in der Sparkasse von denen ich lernen konnte. Die interessanten Gespräche mit Kunden, die Geschäftsmodelle unserer Kunden. Das Fachwissen und sich in der Finanzbranchen auszukennen ist definitiv auch prägend.
Nicht zuletzt die Bildungsarchitektur der Finanzgruppe, welche für mich bis heute einzigartig ist.
Was würden Sie gerne in der Bank/Sparkasse revolutionieren?
In den letzten 200 Jahren gab es eine Reihe von banktechnischen Revolutionen und Innovationen. Zu Beginn meiner Ausbildung waren die meisten Prozesse zu 100 % analog. Zum Beispiel das Ausfüllen von Überweisungen oder die Ausgabe von Papierkontoauszügen waren Standard-Serviceleistungen. Heute unvorstellbar. Der Einzug der AI findet aktuell statt und wird unsere Art zu arbeiten revolutionieren.
Wenn Sie nochmal 20 Jahre alt wären und von neu anfangen würden, was würde Sie auf jeden Fall tun?
Das ist eine schöne Frage. Aber tatsächlich würde ich nichts anderes machen oder nichts Wesentliches. Also ich würde mir überlegen, wo möchte ich hin? Das ist mit 20 Jahren gar nicht so einfach, aber es nicht zu tun, ist glaube ich noch schwieriger, weil man sonst ein bisschen orientierungslos ist. Also Ziele überlegen, wo will ich hin, die Segel setzen und dann geht’s los auf eine lange Reise mit vielen neuen und wahrscheinlich unerwarteten Erfahrungen und auch mit vielen unerwarteten Entwicklungen, die das Leben so mit sich bringt.
Nach den ausführlichen beruflichen Fragen haben wir nun den lockeren Teil erreicht.
Jetzt folgen ein paar schnelle Fragen, die einen kurzen Einblick in die Persönlichkeit unseres Vorstands geben.
Genug vom Beruflichen. Ich fand es auch sehr interessant unseren Vorstand Angelo Picierro von seiner privaten Seite kennen zu lernen.
Mein persönliches Fazit nach dem Interview mit Herrn Picierro
Nach dem Gespräch wurde mir noch klarer, welche enorme Verantwortung ein Vorstand der Sparkasse täglich trägt. Jede Entscheidung und jedes Handeln können weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Ganz unabhängig davon, ob sie positiv oder negativ ausfallen.
Das Interview verdeutlicht, dass das Amt des Vorstands mehr ist als reine Arbeit. Neben der Verantwortung in dieser Position spielt auch das Thema Vorbild sein eine große Rolle. Genau aus diesem Grund lohnt es sich, auch die Perspektiven unserer anderen Vorstände kennenzulernen.
Ihr seid neugierig wie die anderen Interviews mit unseren Vorständen gelaufen sind und was für Eindrücke, Niclas, Johanna und Sabrina hatte, dann lest euch gerne deren Artikel durch.
Euer Kacper😊





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